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Mittwoch, 8. Juli 2015, 23:51

Habe mich heute wie ein Schneekönig über die Subs zur zweiten Folge gefreut und sie mir natürlich gleich angesehen. Ich finde die Atmosphäre klasse. Die Schauspieler sind so gut in Form, wie die Charaktere die sie spielen, abgefuckt sind. Ein gutes Drehbuch mit etlichen Sprachperlen liegt ebenfalls wieder vor. "Ich unterstütze übrigens den Feminismus, indem ich Probleme mit meiner Körperwarnehmung habe" ;/ Mir gefällt es jedenfalls sehr gut und ich bin sehr gespannt darauf die Geschichte der Propagandisten zu erfahren, bzw. wie sie sich weiterentwickeln. Obwohl ich denke, dass die Staffel möglicherweise sogar einem Vergleich mit der 1. Staffel standhalten kann, versuche ich mich davon zu lösen. So macht das Anschauen auch viel mehr Spass!

22

Donnerstag, 9. Juli 2015, 11:15

Nach drei gesehen Folgen erlaube ich mir das erste Zwischenfazit. Man hat sich sehr lange Zeit genommen, um die einzelnen Charaktere zu zeichnen und die eigentliche Handlung kommt langsam in Fahrt - finde ich gut.

Absolut begeistert bin ich von der Musikauswahl, welche die vorherrschende Stimmung weiter intensiviert. Mein Favorit hierbei sind die Szenen in Rays Stammkneipe. Kameraführung, Farbgestaltung (wie bereits erwähnt) sowie die Story an sich schaffen eine bedrückende Stimmung, die mich allmählich mehr und mehr packt.

Auch ich habe nicht erwartet, dass von den neuen Hauptdarstellern durchweg das McConaughey Niveau erreicht wird. Farrell finde ich exzellent, McAdams und Kitsch mit Abstrichen sind okay, bei Vaughn bin ich hin und hergerissen. Er spielt für seine Verhältnisse sowie Möglichkeiten passabel, man sollte dennoch auf zu viele Nahaufnahmen verzichten, da seine Mimik einfach begrenzt ist.

Das Einzige was mich wirklich gestört hat, dass Rays Prügelszene für ihn im Berufsleben ohne Konsequenzen bleibt, obwohl seine Identität eigentlich schnell klar sein müsste. Oder habe ich hier etwas verpasst?

Der Sympathieträger ist für mich eindeutig Ray - gerade die Szenen mit der Ex und seinem Vater zeigen die Tragik dieses Einzelschicksals.

Pizzolatto geht die zweite Staffel anders an als die erste, was ich gut finde, denn somit ist es kein Abklatsch des Vorgängers. In der Summe ist es meiner Meinung nach eine exzellente Serie, bei der ich mich sehr auf die nächsten Folgen freue. Und während des Sommers heißt das bei mir schon etwas. :)

23

Donnerstag, 9. Juli 2015, 22:05

gerade vince vaughn finde ich in seiner rolle großartig
nach der ersten folge war ich mir noch nicht sicher ob das niveau der ersten staffel gehalten werden kann ,
spätestens aber ab vaughn s wasserfleck monolog weiß ich, dass ich von den kommenden folgen wieder etwas erwarten kann

24

Freitag, 10. Juli 2015, 12:38

Der Wasserfleck Monolog war hervorragend, jedoch vor allem durch das gute Drehbuch bedingt.

Ich bleibe dabei, er spielt bei TD zwar besser als üblich, ist dennoch bei weitem nicht so vielschichtig wie Farrell. Im Gegensatz zu Vaughn kaufe ich ihm die emotionalen Reaktionen auf seine drammatische Lage ab. Bei Vince sind sie mir einfach zu eindimensional.

25

Freitag, 10. Juli 2015, 22:24

dann werden wir wohl nicht mehr auf einen nenner kommen .:)
vince und sein schauspiel finde ich hier alles andere als eindimensional zumal bei ihm wie mir scheint noch einige lose enden warten und sein charakter noch ausgebaut wird in den nächsten folgen.

26

Sonntag, 12. Juli 2015, 23:25

ich glaube du kannst die beiden Charaktere ja gar nicht vergleichen

Für mich kommt Frank eher rüber als ein Scheincharakter - er verbirgt sich hinter einer Fassade. Das hat man in der 3ten Folge bei der Samenspenden Aktion mMn ganz gut gesehen - er ist nicht wirklich dabei. Und daher kann man von dem ja auch keine "wirklichen" Emotionen verlangen, weil das wahre ich noch irgendwo dahinter verborgen ist - bei ihm gehts bisher immer nur um die "Arbeit" - alles dient einem Zweck. Von daher - wenn das wirklich gewollt ist, spielt Vaughn absolut hervorragend und ich bin gespannt ob wir Frank in unkontrollierter Rage erleben dürfen ;)

Genau andersrum ist das bei Velcoro. Der ist im Leben hin und hergerissen ist mittendrin und lässt seinen Emotionen auch freien Lauf. Obwohl er natürlich hinter seinen Gewaltattituden auch etwas versteckt ist der viel mehr im "Hier und Jetzt" - er hat keinen Masterplan und nimmt was das Leben im gibt. Und Colin Farrell geht so richtig in dieser Rolle auf.

Ich finde beide Rollen absolut erstaunlich und authentisch platziert und gespielt - ein Meisterwerk.
Und von Leonard Cohen muss ich sagen, in der ersten Folge mochte ich den Introsong irgendwie nicht - wahrscheinlich war meine Erwartungshaltung eine andere. Aber seit der zweiten Folge finde ich, dass der Introsong sehr passend gewählt wurde.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »sintakonte« (12. Juli 2015, 23:53)


27

Montag, 13. Juli 2015, 14:31

der intro-song ist großartig.
aber naja deine erklärung für vaughns schauspielkunst bzw seine mangelnde mimische begabung ist kreativ, zustimmen kann ich dem nur teilweise. als mafia-boss kommt er einfach lange nicht so authentisch rüber, wie etwa farrell als korrupter cop.

nachtrag:
ich muss aber zugeben die serie wird besser.- mit der 4. folge gewinnt die story endlich an fahrt und die charaktere arbeiten mehr zusammen. die schießerei war auch nicht gerade ohne. sehr filmklischeemäßig jedoch, dass genau die hauptfiguren als einzige überleben. und munition haben die bösen auch ohne ende.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »bellerophon« (16. Juli 2015, 01:11)


28

Samstag, 25. Juli 2015, 19:07

Die 4. Folge war anfangs wieder etwas träge, zwar nicht langweilig, aber auch nicht besonders toll. Aber dann das Ende.

Wow!

So intensiv, kompromisslos und Schonunglos.

Bin immer noch ganz geflashed. Hätte ich bei dieser Serie ehrlich gesagt nicht erwartet.

29

Freitag, 14. August 2015, 08:21

Naja Nach dem Ende bin ich doch ganz ernüchtert.Serie ist ganz ok aber ich habe das Gefühl das Ende wurde so hingeklatscht.Also wenn Sie schnell fertig werden wollten.Kommt bei weitem nicht an Staffel 1 ran

Vassago

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30

Freitag, 14. August 2015, 10:12

Zum Glück ist dieser Scheiß vorbei... wenn ich noch einmal Vince Vaughn und diese rothaarige Tuse sehen muss, kotz ich im Strahl! :D
Zur Beruhigung meiner Nerven geb ich mir jetzt erstma 'nen Rerun Walking Dead... :rolleyes:

31

Freitag, 14. August 2015, 13:11

Fand die Staffel Schauspielerisch echt Gut. Vaughn fand ich in dieser dann doch anderen Rolle ziemlich stark. Leider war die Story Sau schlecht und konnte mich nicht in den Bann ziehen. Wo ich doch Staffel 1 10 bis 12 mal verschlungen habe, langt hier einmal schauen. Leider...

Mr.Orange

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32

Freitag, 14. August 2015, 15:48

Ein großartiges Ende. Wieder einmal funktioniert TD als Gesamtkonzept und geht voll auf. Während am Ende der Abschaum fein raus ist und durch Vertuschungen weiter die Wahrheit unter Korruption verdeckt, erleben nahezu alle Hauptprotagonisten, die aus besten Intentionen handelten, jedoch an ihrer eigenen Unzulänglichkeit und vielleicht auch Naivität scheiterten, ihre eigene, persönliche Hölle. Farell stirbt, ohne zu wissen, dass sein Sohn, den er über alles liebt, sein wahrer Sohn ist nach dem Test. Vaughn bricht an seiner persönlichen Eitelkeit, der selbst im Moment seines Todes dies nicht wahrhaben möchte und erst von seiner Frau darauf aufmerksam gemacht werden muss, nachdem ihm die Nemesis seiner Kindheit, sein verabscheuungswürdiger Vater noch einmal aufzeigt, was er als Kind durchmachen musste.
Kitsch, der sich geistig nie aus den Erlebnissen seines Kriegseinsatzes erholte und am Ende wie ein Köter auf der Straße endete.

Am Ende geht meiner Meinung nach alles auf. In der Welt von True Detective ist ein weiteres Mal kein Platz für Hoffnung und Freude. Pure Dystopie, wenn man sich drauf einlässt und ein weiteres Mal eine beachtliche Charakterstudie, gespielt von einem großartigen Cast.

Auch wenn viele es anders zu sehen scheinen, aber die zweite Staffel ist in sich noch einmal um Längen komplexer. Aber wie ich schon schrieb, scheue ich einen Vergleich zweier Staffeln, die mit sich nicht verglichen werden sollten.

33

Freitag, 14. August 2015, 18:42

Ja, das waren die ganz großen Gefühle!
Vielleicht muss man schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben um die Tiefe des Plots zu spüren.
Das ist ja schließlich keine Krimiserie.
Keine Angst - auch harte Männer dürfen weinen.

Vassago

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34

Freitag, 14. August 2015, 23:32

Zitat

erleben nahezu alle Hauptprotagonisten, die aus besten Intentionen handelten, jedoch an ihrer eigenen Unzulänglichkeit und vielleicht auch Naivität scheiterten, ihre eigene, persönliche Hölle
Die Äquivalenz der persönlichen Hölle der im Fokus & Mittelpunkt stehenden Haupt-Hauptprotagonisten zur Divina Commedia ist unübersehbar, und im Einklang zu Nietsches chaosabhängigen tanzenden Sternen ein unverrückbarer Beweis, dass Kant beweist, dass unsere Erkenntniß gegen die eines Engels lauter Unsinn ist – wenn man sich denn darauf einlässt.
Schon die dystopischen Züge der Gegenwart in Form von dekadenten Gesellschaftsformen wie der japanischen Gepflogenheit des Ins-Essen-kotzen, ist eine Metapher für Vaughns persönliche Eitelkeit, seelenlose Geschöpfe mit Pony zu bangen.
In Analogie dazu, ist Farrells seelenloses Höllengeschöpf eine intentionierte Charakterstudie exorbitanten Ausmaßes, mit derart reichen analytischen Komponenten, dass selbst der alte Mann am Meer sich auf Hemingway 'sche Weise einen hinter die Binde gießen muss, um dies psychologisch zu verarbeiten.
Manche scheuen den Vergleich, doch wozu, frage ich? Alle Quarks waren zu einem Zeitpunkt des Universums eins. (Außer der Rollstuhltyp kommt mit neuen Erkenntnissen daher.) Ob komplex oder unkomplex, Kitsch oder Unkitsch, der photische Niesreflex ist – und das klingt in allen subtilen Unterformen der zugrundeliegenden Strukturen der Erzählweise der Handlung wieder –, wirklich eine komische und merkwürdige Sache. Fo Sho!

Die 3. Staffel gibt uns hoffentlich Aufschluss über harte weinende Männer,
und wie es passieren konnte, dass jemand auf einem Zebrastreifen sterben konnte, weil weiß = schwarz ist.


Wer sich weitere Serienbesprechungen von mir erhofft, darf sich freuen,
denn ich werde ein ausführliches Review der neuen TLC-Serie I am Jazz, machen,
in der gezeigt wird, wie ein Mann mittleren Alters, der die Jugend mit Sub Magic und Texteditor pwnte, sich nun als afroamerikanisches Mädchen durchschlägt.

#Kony2012 #7:1neverforget #Justdoit #dailyHSV #yolbe #lilalaunebärremakeoderriot

35

Samstag, 15. August 2015, 03:24

Ich fand die 30 Minuten, die das Finale länger ging waren genau 30 Minuten zu viel an der Folge. Bis zu der Szene im Bahnhof fügte sich alles wirklich toll zusammen, wie schon in Staffel 1 waren unscheinbare Personen am Rande die Täter. Allerdings hat man sich während der Staffel einfach zu weit vom Hauptfall entfernt. So ging dessen Auflösung mehr oder weniger im Trubel drumherum unter.


Das es kein Happy-End gab fand ich passend, allerdings war das alles so extrem konstruiert:

Diese Kackmexikaner tauchen 2 Folgen vor Schluss auf und sind auf einmal überall.

Ein einfach Transponder am Auto stell Ray vor unlösbare Aufgaben, wtf.

Und nachdem man Pizzolato in der ersten Staffel vorgeworfen hat, Frauen nur als dumme Anhängsel zu benutzen überleben jetzt natürlich zufällig beide weibl. Hauptfiguren :rolleyes:


Insgesamt fand ich die Staffel okay, aber viel zu aufgebläht. Ich mein die Staffel hätte auch komplett ohne Franks Storystrang funktioniert, da
hat man so viel Sendezeit verschwendet.

Mr.Orange

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36

Samstag, 15. August 2015, 12:34

Vas, wieso hast du dich denn bei einer derartigen Aversion gegen die Staffel bis zum Ende durchgequält? Sadomasochistisch veranlagt? ^^

Thx anyway 4 reply, es war mir ein Fest. Message kam an. Cheers, O.

37

Samstag, 15. August 2015, 12:42

ich bin ob dieser extrem weit auseinanderliegenden meinungen zur season 2 wirklich mehr als verwirrt ?( . bei der season 1 hiess es ja noch einhellig "sehr gut" bis "meisterwerk" .

(ich habe mich deshalb auch noch nicht entschieden , ob ich die 2 irgendwann schaun werde oder nicht)
.

"Böse Leute haben erzählt hätte ich Schwäche für Alkohol, die ich im freien heimlich mache, aber wenn ich bin auf lange Filmnacht dann hemmungslos. Gott allein weiß was gibt für Gerüchte, aber so sind die Menschen: Glauben lieber größte Blödsinn, statt wahre Tatsache."


.

dubbing is evil

.


Fernsehen bildet.
Immer, wenn irgendwo der Fernseher an ist,
gehe ich in ein anderes Zimmer und lese.

38

Samstag, 15. August 2015, 19:14



(ich habe mich deshalb auch noch nicht entschieden , ob ich die 2 irgendwann schaun werde oder nicht)


Hmm...so geht es mir auch gerade.

39

Samstag, 15. August 2015, 20:34

Schauen kann man sie. Also macht man sicherlich nichts falsch und es sind ja nur 8 Folgen. Musste mich aber auch manchmal dazu durchringen weiterzuschauen.

40

Sonntag, 16. August 2015, 09:40

Guck lieber Mr. Robot :thumbup: